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Hecken, Sträucher und Bäume können zur Gefahr werden
19.September.2023
Öffentliche Sitzung des Feuerwehrausschusses

Informationen zum Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unauffälliger Nachtschmetterling. Die wärmere und trockenere Witterung der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Ausweitung des Vorkommens in Deutschland geführt. Gerade die so genannten Brennhaare machen ihn auch für den Menschen gefährlich.

Uns sind aus den vergangenen Jahren jedoch keine starken allergischen Reaktionen beim Menschen bekannt. Die Nester und Raupen des Eichenprozessionsspinners stellen, wenn man Abstand von ihnen hält und sie unbehelligt lässt, somit KEINE direkte Gefahr dar!

Die Gefährdung durch den Eichenprozessionsspinner geht hauptsächlich von den Gespinstnestern aus. Sie ist während der Zeit von Mai bis Juni zwar eindeutig am größten, die Nester können allerdings über mehrere Jahre als feste Gebilde bestehen bleiben. Sie stellen in der ganzen Zeit eine verborgene Gefahr für den Menschen dar.

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können leicht abbrechen oder von den Raupen bei Gefahr abgeworfen werden und lösen zum Teil starke Reaktionen bei Menschen aus. Es kann hierbei zu Juckreiz, bei schweren Fällen kann der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupe sogar zu allergischen Schocks führen. Auch bei Haustieren wie Hunden und Katzen ist Vorsicht geboten: Kommen die Tiere in Kontakt mit der Raupe, kann dies mitunter ebenfalls gefährlich für sie werden.

Den Eichenprozessionsspinner erkennt man daran, dass er sich auf oder in der Nähe von Eichen befindet und in Gruppen unterwegs ist. In der Dämmerung bewegt sich die Raupe in einer pfeilförmigen Prozession (daher der Name) auf die Äste hinauf, um dort nach Nahrung zu suchen. Sie können sich zudem auf dem Boden bewegen, wenn sie auf dem Weg zu einem anderen Baum sind. 

Die weißen Gespinste des Eichenprozessionsspinners ähneln einem Nest, das am Baumstamm, an Ästen oder an Astgabelungen hängt. Zu Beginn ihres Lebens sind die Raupen eher gelblich-braun, mit der Zeit verfärben sie sich graublau bis schwarz, sie sind dann etwa fünf Zentimeter lang. 

Keinesfalls sollten die Raupen berührt werden – auch verlassene, vom Baum gefallene Nester der Raupe nicht. Denn auch sie können bei Kontakt gefährlich werden und starke Reaktionen auslösen. Wer sich in einem Gebiet aufhält, in dem sich Eichenprozessionsspinner angesiedelt haben, sollte vorsichtshalber anschließend seine Kleidung bei 60 Grad waschen, um das Gift der Brennhaare unschädlich zu machen. Eine Meldepflicht gibt es für die Eichenprozessionsspinner nicht, dennoch ist es ratsam, die Gemeinde über den Schadensmelder (https://edewecht.de/maengel/) in Kenntnis zu setzen. Bitte fügen Sie Ihrer Meldung Fotos der befallenen Bäume und ggf. der Baumnummer an.

Die Nester dürfen nicht selbständig entfernt werden, dies sollte man den Expert*innen überlassen. Beim mechanischen Verfahren, werden die Raupen und deren Nester mit Hilfe entsprechender Geräte abgesaugt, verbrannt oder eingesammelt. Hier ist der Vorteil, dass auch die Brennhaare der Raupen dauerhaft entfernt werden. Dies wird von professionellen Schädlingsbekämpfungsbetrieben durchgeführt. Sollten Sie Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Raum entdecken, informieren Sie uns über den Befall, damit die befallene Stelle kartiert oder ggf. abgesperrt werden kann. Über die Notwendigkeit einer Beseitigung des Nestes durch eine Fachfirma entscheidet das Ordnungsamt im Einzelfall. Auf privatem Grund und Boden wird das Ordnungsamt der Gemeinde nicht tätig.