Das Energiemanagement der Gemeinde Edewecht

Energieeffizienz in den gemeindeeigenen Gebäude

Die Gemeinde Edewecht betreibt mehr als 60 Gebäude, die derzeit noch überwiegend mit Erdgas, das heißt mit fossilen Energieträgern, beheizt werden. Hierdurch werden pro Jahr rund 2.800 Tonnen Treibhausgase (THG) freigesetzt. Der Wärmebedarf liegt bei rund 8,5 Millionen Kilowattstunden (kWh). Zusätzlich werden rund zwei Millionen kWh Strom benötigt.

Um die Energieverbräuche und damit auch die Treibhausgasemissionen und Energiekosten in den Gebäuden zu senken hat die Gemeinde im Jahr 2022 mit dem Aufbau eines Energiemanagements begonnen und hierfür eine geförderte Personalstelle geschaffen.

Mit Hilfe des Energiemanagements werden die Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche in den Gebäuden systematisch und kontinuierlich erfasst und gesteuert. Sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen können so zielgerichtet umgesetzt werden. Die Entwicklung der Energieverbräuche wird in einem jährlichen Energiebericht veröffentlicht.

Ziel: Treibhausgasneutrale Verwaltung

Die Gemeindeverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die eigenen Gebäude bis zum Jahr 2040 treibhaugasneutral zu betreiben. Dafür müssen die derzeit noch fossil befeuerten Heizungen sukzessive auf erneuerbare Heizsysteme umgestellt werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um strombetriebene Systeme, die als Energiequelle Umweltwärme nutzen (beispielsweise Luft- oder Erdwärmepumpen). Solche Heizsysteme laufen besonders effizient und kostensparend, wenn sie mit möglichst niedriger Vorlauftemperatur (max. 50°C) betrieben werden. Hierzu kann es erforderlich sein, dass neben dem Heizungstausch auch eine Verbesserung des Wärmeschutzes am Gebäude vorgenommen wird, um den Gesamtwärmebedarf des Gebäudes zu senken und eine Niedertemperaturfähigkeit herzustellen. Entsprechende Maßnahmen, wie beispielsweise der Austausch von Fenstern, die Dämmung der oberen Geschossdecke oder der Hohlschicht im zweischaligen Mauerwerk, sollten idealerweise vor dem Heizungstausch erfolgen, um eine Überdimensionierung der Heizungsanlage und einen ineffizienten Betrieb zu vermeiden. Zugleich gelten zunehmend schärfere rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich der Einhaltung von energetischen Mindeststandards im Bestand sowie ein Kostenrisiko aufgrund steigender CO2 Preise für fossile Brennstoffe, welche einen raschen Austausch insbesondere alter Heiztechnik erfordern.

Aus diesen Gründen ist es für die Verwaltung von entscheidender Bedeutung, den baulichen bzw. energetischen Zustand möglichst aller Gebäude im Detail zu kennen, die erforderlichen energetischen Sanierungsmaßnahmen hieraus abzuleiten und diese anschließend strukturiert, das heißt in der richtigen Reihenfolge, kosteneffizient und strategisch umzusetzen. 

Weitergehende Informationen

Energiebericht der Gemeindeverwaltung Edewecht für die Jahre 2022 – 2024 zum Download als PDF-Datei.

Förderhinweis: Das Vorhaben „KSI: Implementierung eines Energiemanagements in der Gemeinde Edewecht“ wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) getragen und durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG) umgesetzt. Das Projekt mit dem Kennzeichen 67K23098 ist gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses der Deutschen Bundestages.

Die Gemeinde Edewecht hat auf vielen Dächern der gemeindeeigenen Gebäude Fotovoltaikanlagen installiert (im Bild die Grundschule Jeddeloh).  Insgesamt sind Solaranlagen mit einer Leistung von etwa 435 kWp installiert. Die größte Anlage mit rund 150 kWp geht in Kürze auf dem Dach der sanierten Heinz-zu-Jührden-Halle in Betrieb und versorgt auch die benachbarte Oberschule mit Solarstrom.

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Ross
Klimaschutzmanager
Tel.: 04405 916-2290
ross@edewecht.de