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Neue Fotoausstellung im Edewechter Rathaus „Ukraine – Krieg und Frieden“

In Charkiw leitete Volodymyr Ogloblin eine Fotoschule. Nach seiner Flucht aus der Ukraine wusste der Künstler zunächst nicht, was er ohne Sprachkenntnisse in Deutschland machen sollte. Jetzt will er mit seinen Bildern für sein Heimatland kämpfen

Nur mit zwei Kameras und einem Laptop ist der ukrainische Fotograf Volodymyr Ogloblin im Frühjahr 2022 vor dem russischen Angriffskrieg aus seiner Heimat Charkiw geflohen. Seine Akademie für junge Fotografinnen und Fotografen sei ein Trümmerhaufen, sagt der 69-Jährige. Eine Rakete habe das Gebäude und damit auch seine Arbeit der vergangenen 25 Jahre zerstört. Angekommen in Deutschland ohne Sprachkenntnisse hatte er zunächst keine Idee, was er machen sollte.

Ausstellungen zu planen und organisieren, ist für den Künstler überlebenswichtig, das galt schon vor dem Krieg. Jede sei wie die Geburt eines neuen Sterns, sagt er. Weder Dichter noch bildende Künstler seien für sich selbst schöpferisch tätig. „Wir müssen und wollen es dem Publikum zeigen.“ Mit Unterstützung eines örtlichen Papierherstellers sind inzwischen auch in Niedersachsen mehrere Ausstellungen entstanden

Eine davon ist nun auf Initiative des Edewechter Kulturbüros im Rathaus der Gemeinde Edewecht zu sehen. „Ich habe in der NWZ im Januar letzten Jahres einen großen Artikel über diese Ausstellung in Südniedersachsen gelesen und habe gleich gedacht, diese künstlerisch ansprechenden Fotos mit ihrer bewegten Geschichte wären auch etwas für unser Haus. Mit viel Recherche ist es dann erfreulicherweise gelungen, zu der zweiten Fotografin Olena Dolzhenko Kontakt aufzunehmen und alles Weitere zu organisieren“, so Kerstin Borm vom Kulturbüro.

Bis zum 12. April sind nun die großformatigen Fotografien unter dem Titel „Ukraine – Krieg und Frieden“, im Edewechter Rathaus zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Termine darüber hinaus sind im Einzelfall im Kulturbüro anzufragen.

 „Es war eine schreckliche Situation“, erinnert Volodymyr Ogloblin sich an den Kriegsausbruch. Sein erster Impuls sei gewesen, sich der Verteidigung seines Landes anzuschließen. Wegen seines hohen Alters sei es aber besser, auf andere Weise für die Ukraine zu kämpfen, nämlich indem er den Menschen in Deutschland die Situation nahebringe. Es sind poetische Bilder aus der ostukrainischen Millionenmetropole Charkiw in Friedenszeiten, die Ogloblin bei Spaziergängen festhielt. „Es geht um das friedliche Leben in Charkiw. Wir wollen zeigen, was wir verloren haben“, sagt der studierte Historiker, der vor der Gründung seiner Fotoschule eine Werbeagentur leitete.

Die Bilder seiner Kollegin Olena Dolzhenko dokumentieren die Zerstörung durch den Krieg und das Leid der Menschen. Sie hat als Fotojournalistin eine Akkreditierung bei der ukrainischen Armee und pendelt zwischen Deutschland und ihrer Heimat.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, den 12. Februar um 17:30 Uhr durch die  Bürgermeisterin Petra Knetemann. Eine Einladung an Herrn Ogloblin ist ausgesprochen und Kerstin Borm hofft, dass es ihm zeitlich möglich ist, diese anzunehmen. Dann wird er auch persönlich zur Entstehung der Fotos und deren Hintergründe sprechen.

Interessierte sind zur Ausstellungseröffnung herzlich eingeladen.

Nähere Informationen sind erhältlich im Kulturbüro unter Tel. 04405 916 1020 oder per Mail an borm@edewecht.de

Rathaus vom 16. bis 19. Oktober eingeschränkt erreichbar

Aufgrund von internen Fortbildungen sind die Sachgebiete Ordnung & Asyl sowie Soziales vom 16. bis 18. Oktober 2023 nicht zu erreichen.

Am 19. Oktober 2023 nimmt das Bürgerbüro & Standesamt ebenfalls an einer Fortbildung teil, sodass die Eingangstür des Rathauses an diesem Tag (Do, 19.10.2023) geschlossen bleibt.

Weitere Informationen zur eingeschränkten Erreichbarkeit des Rathauses erhalten Sie hier.